Am 6. April 1904 wurde Erwin Komenda in Jauern am Semmering geboren. Sein Vater, Franz Komenda, war der technische Leiter des ersten Elektrizitätswerks am Semmering und in Weyer/Enns, wohin die Familie 1913 übersiedelte.

 

Von 1916 bis 1920 besuchte er eine Höhere Technische Lehranstalt für Eisenverarbeitung in Steyr.

 


Von 1920 bis 1926 arbeitete er als Automobilkonstrukteur in der "Wiener Karosseriefabrik" und absolvierte den Karosseriekonstruktionskurs bei Josef Feldwabel im Wiener Technologischen Gewerbemuseum.

 

Von 1926 bis 1929 war er Konstrukteur in den Steyr-Werken. Hier begegnete er erstmals Ferdinand Porsche, der nach seinem Austritt bei der Daimler-Benz AG als technischer Direktor zu Steyr kam.

 


Von 1929 bis 1931 war er Chefkonstrukteur der Versuchs- und Karosserieentwicklungsabteilung der Daimler-Benz AG in Sindelfingen. In dieser Zeit entstanden Autos wie der Mercedes-Benz Typ Mannheim 370 K in bemerkenswert gewichtssparendem Aufbau, neuem Design, ausgestattet mit Steyrer Technik des Steyr XXX: "Schwingachsenradaufhängung, Einzelradaufhängung, Bremssysteme". Auch ein stromlinienförmiger Kleinwagen mit Heckmotor wurde entwickelt.

 

Im November 1931 trat Komenda dem von Ferdinand Porsche neu gegründeten Konstruktionsbüro als Leiter der Karosserieaufbauabteilung bei, die er bis 1966 leitete.

 

Er entwickelte unter anderem die Karosserie des VW-Käfers - der

VW Käfer wurde mit über 21,5 Millionen gebauten Exemplaren zum meistverkaufte Automobil des 20. Jahrhunderts. Mit Diplomingenieur Josef Mickl, einem auf Flugzeugbau und Aerodynamik spezialisertem Porsche Mitarbeiter, entwickelte Komenda die Karosserie des P-Auto-Union-Rennwagen und Cisitalia Rennwagen.

 

Bereits 1946 begann Komenda mit Arbeiten zur Karosserie des ersten Porsche Sportwagen. Er entwickelte die Karosserie des 356, diverse Folgetypen und des Porsche 550 Spyder.

 

Als eigenverantwortlicher Porsche Ingenieur führte er die Stuttgarter Firma in die nächste Generation, begleitete und überwachte die Karosseriefabrikation des Porsche 356, 901, der zum 911 weiterentwickelt wurde. Eines seiner letzten Projekte war die Entwicklung der Kunststoffkarosserie des 904 Rennwagens.

 


Komendas letzte Lebensphase war gezeichnet durch innerbetriebliche Schwierigkeiten mit Porsche-Familienmitgliedern während der Entwicklung des Porsche 911.

 

Am 22. August 1966 verstarb Erwin Komenda. Er war bis zu seinem frühen, plötzlichen Tod aktiver Mitarbeiter bei Porsche. Sein Leben endete mit der Entwicklung des Porsche 911.