Ehre wem Ehre gebührt

Artikel zum Urheberrechtsschutz Teil 1, erschienen in ProVendis

 

Stellungnahme der Familie Komenda zum Artikel von Dr. Sabine Zentek.

Dieser Artikel von Dr. Sabine Zentek, Fachanwältin für Urheberrecht,  freut uns sehr und hat uns emotional tief berührt, weil die menschliche Komponente des Urheberstreits erwähnt wird, der Umgang mit einem Schöpfer, dessen Leistungen negiert werden, die Doppelmoral einer Firma, wenn gleichzeitig dem Designer Leistungen abgesprochen werden und an anderer Stelle mit diesen Leistungen geworben wird - sogar ein Terminus, die „Porsche-DNA“,  dafür kreiert wurde - aber sehr betrüblich ist auch der Umgang des Gerichts, wo meiner Meinung nach ein Opfer der Industrie, welches sich wehrt und Unrecht aufzeigt, nochmals zum Opfer wird und Tatsachen der Werbepolitik ignoriert werden.

 

Das ist ein narzisstisches Desaster, wo alles verdreht ist, und familiär gesehen ist diese Vorgehensweise über mehre Generationen hinweg belastend und traurig, denn bei Kunstwerken geht es immer um die Identität des Schöpfers - Respekt für den Schöpfer, Achtung seines Werkes und es geht um die Wahrheit eines Schöpfungsprozesses für die Gegenwart und Nachwelt.

 

Ja, für uns als Familie geht es in diesem Prozess um die Rehabilitation der Leistungen unseres Vaters und Großvaters, um seine Anerkennung als Schöpfer dieser Werke. Um eine offizielle Anerkennung - seinen Namen in Zusammenhang mit der Größe seines Werks stehen lassen zu können, auch für die Nachwelt - und wir erleben jeden Versuch ihn zu eliminieren, als persönliches Unrecht und Lüge. Aber es geht uns auch auch um die Wahrheit in der Porsche Geschichte, dafür setzen wir uns ein. Übrigens selbiges gilt für VW.

In dem verlinkten Artikel erhält das Unrecht einen Namen und auch das Vorgehen des Gerichts wird kritisch beleuchtet und das freut mich sehr. Dieser Artikel von Frau Zentek erscheint mir gerecht. Und mutig. Wir danken der Autorin für diesen wunderschönen Artikel und für ihren Einsatz für die Wahrheit und die Rechte der Urheber. Gerechtigkeit für alle Urheber - für die Gegenwart und die Zukunft!

 

Und wir danken allen anderen Unterstützern in diesem Rechtsstreit auch sehr herzlich.

VW-KÄFER PROZESS

Berufung wurde eingereicht - Prozess in 2. Instanz


 Tochter des "VW Käfer"-Designers zieht vor Gericht: Großer Urheberrechtsprozess gegen Volkswagen

Kommenden Mittwoch, den 21.11.2018, findet der Haupttermin in der Streitsache Steineck gegen die Volkswagen AG vor dem Landgericht Braunschweig statt. Ingrid Steineck (73, Rentnerin), Tochter des 1966 verstorbenen Porsche-Karosseriekonstrukteurs und Chefdesigners Erwin Komenda, verlangt sogenannten "Fairnessausgleich" gemäß § 32a UrhG.

Zum Hintergrund: Komenda hat in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Karosserie des Käfers entworfen. Die besonderen Merkmale des Käfers - wie beispielsweise das markante "Käfer-Lächeln" - tauchen bei den Modellen "New Beetle" und "Beetle" unbestritten und nach erklärter Absicht von VW wieder auf. Jeder erkennt im "Beetle" den Ur-Käfer wieder. Der VW-Konzern hat in den letzten 10 Jahren mit den Modellen "New Beetle" und "Beetle" erhebliche Gewinne eingefahren, die maßgeblich auf das ursprüngliche Design des Käfers zurückzuführen sind. Komenda, der Vater des Designs, erhielt lediglich eine bescheidene Vergütung.

Im Grunde genommen geht es der Tochter des Chefdesigners aber gar nicht um das Finanzielle, sondern darum, dass der VW-Konzern ausdrücklich anerkennt, dass ihr Vater der Schöpfer des Designs des Ur-Käfers, aber auch des davon abgeleiteten Porsche 356 und dessen Nachfolgers des Porsche 911, ist. Der VW Konzern bestreitet die Urheberschaft an allen drei Automodellen.

Während im Parallelprozess gegen Porsche wegen des 911 vor dem Landgericht Stuttgart ein erstinstanzliches Urteil gegen Frau Steineck gesprochen wurde (gegen das allerdings mittlerweile Berufung eingelegt wurde), ist hier der Ausgang noch völlig offen.

Frau Steineck wird von den Fachanwälten für Urheber- und Medienrecht Prof. Dr. Lutz und Maximilian Greger aus der Wirtschaftskanzlei SNP Schlawien in München vertreten. Prof. Lutz ist seit über 30 Jahren auf diesem Gebiet spezialisiert; sein jüngerer Partner Maximilian Greger - Enkel des 2015 verstorbenen, gleichnamigen Bandleaders - hat sich ebenfalls seit Jahren auf das Urheber- und Medienrecht spezialisiert.

Rückfragen & Kontakt:

Prof. Dr. Peter Lutz 

Rechtsanwalt / Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht 

SNP Schlawien Partnerschaft mbB 

Tel: +49 89 2 86 34 - 351 

Fax: +49 89 2 86 34 - 300 

peter.lutz@snp-online.de

PORSCHE PROZESS

Prozess in 2. Instanz bei Oberlandesgericht Stuttgart

In erster Instanz wurde der Urheberrechtsprozess gegen die Porsche AG mit einem Urteil abgewiesen. Gegen das ablehnende Urteil des Landesgerichtes Stuttgart wurde am 28.8.2018 Berufung eingereicht.

 

Nach Auffassung des Landesgerichts Stuttgart haben sich die in den letzten Jahren produzierten PORSCHE Modellreihen dermaßen weit von dem ursprünglichen Modellentwurf entfernt, dass lediglich von einer freien Benutzung des ursprünglichen Modellentwurfs auszugehen sei, für die gemäß § 24 UrhG eine Nachvergütung nicht in Betracht komme. Das LG wies die Klage mit dieser Begründung in vollem Umfang ab.

 

(LG Stuttgart, Urteil v. 26.7.2018, 17 O 1324/17)

 

 


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Pressemitteilung von Prof. Dr. Peter Lutz, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Urheberrechtsprozess gegen die Porsche AG
Am Dienstag, 24. April 2018, findet vor der Urheberrechtskammer des Landgerichts Stuttgart ein von uns angestoßenes Verfahren (AZ 17 O 1324/17) gegen die Porsche AG, vertreten durch Oliver Blume, statt. Im Rahmen des Verfahrens soll entschieden werden, ob die Porsche Modelle 356 und 911 urheberrechtlich geschützt sind und unserer Mandantin Ingrid Steineck ein Fairnessausgleich gemäß §32a UrhG zusteht.

Unsere Mandantin ist die Tochter des im Jahr 1966 verstorbenen Erwin Komenda, der über 35 Jahre als Leiter der Karosseriekonstruktion (Chefdesigner) bei Porsche beschäftigt war.

Komenda war der geistige Vater zahlreicher Meilensteine in der Geschichte des Automobildesgins. Als Schöpfer des Porsche 356 und des Porsche 911 trug er dabei maßgeblich zum Erfolg der Marke Porsche bei.
Presse und Informationsmappe Erwin Komen
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Bild: Quelle: https://www.kunstnet.de/paulux
Bild: Quelle: https://www.kunstnet.de/paulux

"1939. Porsche Typ 60K10 - Komenda und Porsche."

Künstler Paulux

 

1939:

Zu Werbezwecken konstruiert Komenda auf Basis des Volkswagens eine Sportwagenkarosserie.

Erwin Komenda schaut stolz auf sein Werk. Er hat dem ersten Porsche Sportwagen, den Porsche Typ 60K10, Gestalt gegeben.

Im Hintergrund ist die Karosserie-Konstruktionszeichnung mit der Signatur Komenda's erkenntlich.

 

Ferdinand Porsche hat den Blick in die Ferne, die Zukunft, gerichtet - er visualisiert, wie sich sein Unternehmen mit dem Porsche Sportwagen in der Automobilbranche etabliert.