Warum ein Porsche immer ein Porsche ist - der goldene Schnitt

Porsche Poster: Porsche Modelle 1948 bis 1980
Porsche Poster: Porsche Modelle 1948 bis 1980

Komenda und der goldene Schnitt

"Der alte Esel" Bleistiftradierung, gezeichnet von dem 13-jährigen Komenda, 1917.

 

Komenda verwendete als Kind vermutlich intuitiv goldenene Schnittdimensionen - er hatte ein Auge für Ästhetik. Die Zeichnung des 13-jährigen erinnert an die Radierungen von Dürer.

Die Kenntnis des Goldenen Schnittes ist in der Literatur seit der griechischen Antike nachgewiesen. Im Spätmittelalter und insbesonders in der Renaissance wurde er auch in philosophische und theologische Zusammenhänge gestellt. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Goldene Schnitt in der ästhetischen Theorie wie auch in künstlerischer, architektonischer und kunsthandwerklicher Praxis als ein ideales Prinzip ästhetischer Proportionierung angesehen. Die Teilung (Teilungsverhältnisse) gilt als ausgewogenes Leitmaß und wird vom Menschen als besonders harmonisch empfunden.

der Goldene Schnitt ist eine Bezeichnung für eine Verhältnisgleichung, welche gut proportionierte Abmessungen ergibt, die  in der Kunst eine Rolle spielen:

 

Das Ganze (A) verhält sich zum größeren Teil (B) wie der größere (B) zum kleineren Teil (C). A:B = B:C". Der Goldene Schnitt, der auch als Proportio Divina („göttliche Proportion“) bezeichnet wird, zieht sich durch die gesamte Kunstgeschichte.

 

 

Der Goldene Schnitt findet sich in annähernd gleichen Positionen in allen Porsche Modellen, darum sind Porsche Sportwägen, egal wie alt sie sind, selbst für Laien immer als Porsche zu identifizieren.

 

 

Mit dem Namen Porsche verbindet man heute vor allem den 911. Den Grundstein für den Sportwagenbau legte das Unternehmen jedoch mit einem ganz anderen Fahrzeug – dem Porsche 356, der ab 1948 in Gmünd gebaut wurde.

Die Form und Proportion von Komenda's Karosserie zeigt ganz klar den Goldenen Schnitt, einem in der Kunstgeschichte und im Bildaufbau als harmonisch geltendem Teilungsverhältnis von Längen und Flächen. Diese Teilungsverhältnisse können bei diversen Modellen aufgezeigt werden. Geometrische Analysen des Ur- 911 mit den Baureihen 997 sowie 991 im Vergleich mit 356 zeigen die Ähnlichkeiten im Gesamteindruck.

 

Wenn man die Augen schließt und das Wort VW-Käfer oder Porsche Sportwagen hört, wird ein inneres Bild davon entstehen - das ist der Unterschied zu anderen Auto-Modellen der Gegenwart und Vergangenheit.